Acidbugx’s Blog











{März 19, 2009}   14.03.2009 bis 19.03.2009

Zwei Tage in Koh Samui gewesen, dann weiter per Katamaran nach Koh Pha Ngan. Herrlich hier. Habe Sonnenbrand vom Rollerfahren im Genick. Vor paar Tagen auf nem Reggae Festival gewesen und wieder mal festgestellt, dass ich eigentlich gar kein Reggae mag. Dafuer gestern abend auf Halfmoonparty (www.halfmoonfestival.com) gewesen. War schon besser. Merke gerade, dass ich kaum Erzaehlstoff habe, welchen ich strafrechtlich unverfaenglich hier verbreiten koennte. Eben Heimfahrt organisiert, in zwei Tagen geht es fuer mich los. Sonntag morgen werde ich dann in Frankfurt landen.

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…wahrscheinlich zumindest



{März 13, 2009}   09.03.2009 bis 13.03.2009

Von Denpasar, Bali nach Bangkok, Thailand. Im Flugzeug einen Augsburger names Gunnar kennengelernt, der auf dem Heimweg Richtung Deutschland war und uns fatalerweise ein Taxi vom Flughafen Richtung Bangkok City geteilt. Gunnar jammert, dass alles nicht mehr so ist wie frueher und alles nur noch Kommerz und Asien frueher, dass war ja alles noch so toll und soweiter und sofort. Und mit der Welt geht es ja ohnehin zu Ende wegen des ganzen Kerosin, dass wir Touristen mit unseren Urlaubsfluegen verantworten und dass er auch deswegen natuerlich ein ganz schlechtes Gewissen ob seiner eigenen Reise habe, dafuer allerdings bereits drei Jahre nicht mehr geflogen sei und vielleicht war es diesmal auch sein letztes Mal. ICH HASSE KUENSTLER – GANZ EGAL WELCHER ART!!!!
Hotel mitten in der beruemten Khaosan-Road. 15 Millionen Stadt. Unbeschreibbar. Luft ist kaum vorhanden, aber dafuer das personifierte Chaos. In der Marley-Bar betrunken und Kontakte geknuepft. Von Gunnar inspiriert fuer den naechsten Tag einen Weiterflug nach Phucket gebucht anstatt den Bus zu benutzen. Irgendjemand muss ja fuer den alten Kersoin-Knauser in die Breche springen…

In Phucket ist es traumhaft schoen. Viel schoener noch als Bali, das im allgemeinen im Vergleich mit Thailand doch eher das Nachsehen hat. Bloss die Preise sind hier etwas teurer, aber fuer den Durchschnittseuropaer gut zu verkraften. Martin klappert mit einem gemieteten 125er Roller die Gegend ab und ist in allen Bars wohlbekannt. Ich habe mein Portmonnaie nach absolutem Whiskygenickbruch im Rotlichmilieu verloren und damit die ortsansaessigen Nutten zutiefst bestuerzt, in dem ich mangels Einkommen das weitere Trinken eingestellt habe und mit Martin nach Hause gefahren bin.

Morgen gehts weiter nach Ko Samui – diesmal allerdings umweltschonend mit dem Bus.



{März 8, 2009}   05.03.2009 bis 08.03.2009

Ich fuehle mich genoetigt zunaechst am Ende des 05.03.2009 nochmals einzusteigen. Als ich dieses Blog an diesem Abend beendete, bin ich wie angekuendigt noch auf ein paar Drinks durch diverse Bars getingelt. Zwei erwaehnenswerte Ereignisse gibt es von diesem Tag noch zu berichten. An der Strandpromenade von einer Nutte angequatscht worden, welche ich souveraen mit den Worten: „I’m not interested. But you’re so beautiful you will find thousands of men who want to stay the night with you“ abgefertigt hab, worauf sie sichtlich geruehrt war, Traenen in den Augen hatte und mich voller Wohlwollen ziehen lies. Prince Charming strikes again. Hehe

Auf dem Nachhauseweg dann anderweitige verkehrstechnische – genauer gesagt: strassenverkehrstechnische -Unstimmigkeiten. Rege mich fuerchterlich ueber den exzessiven Einsatz der Hupe mir entgegenkommender Verkehrsteilnehmer auf, bis mir nach ungefaehr einem Kilometer blitzartig einfaellt: Linksverkehr. Nehme demuetig meinen Faux-pas zur Kenntnis und benutze bis zum Hotel ausschliesslich meine Strassenseite.

Den naechsten Tag nutze ich fast ausschliesslich zur Regeneration, gehe paar mal Schwimmen und lese verhaeltnismaessig viel in „Charles Dickens – David Copperfield“. Nachts kann ich nicht einschlafen. Da wir uns fuer den naechsten Morgen fuer viertel nach 5 Uhr den Wecker gestellt haben, um mit nem Boot rauszufahren und die Delphine zu beobachten, gebe ich’s irgendwann auf und setze mich mit meinem Buch auf die Terasse. Um halb 5 schleicht ein Schatten ums Haus, der zunaechst an mir vorbeizieht, um dann nach 10 Minuten direkt vor mir zu stehen, sich als Peter vorzustellen und nach Bier zu erkundigen. Es stellte sich heraus, dass Peter auch nicht schlafen konnte, und daher beschlossen hatte der – natuerlich um diese Zeit laengst geschlossenen – Hotelbar einen Besuch abzustatten. Wie er richtig vermutete, wird naemlich das Fass nachts nicht abgeklemmt und so koennte man sich durchaus selbst sein Bier zapfen. In Ermangelung eines Glases und dem Bewusstsein, dass ein Aufbrechen der Schraenke vielleicht doch etwas fiel des Guten waere, hatte er sich entschlossen bei mir sein Glueck zu versuchen. Und er wird fuendig. Ich teile bruederlich unseren letzten Sixpack Bintang Dosenbier mit ihm und wir sitzen zusammen, schauen den Sonnenaufgang und plaudern. Es stellt sich heraus, dass Peter Kirsten (so der vollstaendige Namen) freischaffender Journalist und Dokumentarfilmer ist, der seit Ewigkeiten durch die Welt zieht und sogar als frueherer DDR-Buerger bereits damals ohne Einschraenkungen als sogenannter beruehmter Kuenstler reisen durfte. Darueber hinaus schliesse ich aus dem Verhalten meines lieben Kuenstlerfreundes, dass dieser auch eine leidenschaftliche Beziehung zum Gerstensaft innehat. Anders ist es kaum zu erklaeren, dass Peter seine drei Dosen innerhalb 20 Minuten abzieht und sich dann nach Nachschlag erkundigt, was ich allerdings in Ermangelung desselbigen ablehnen muss. Ausserdem ist Martin zwischenzeitlich wach und es wird hoechste Zeit mit dem Auto Richtung Zentrum zu fahren, wo unserer Bootsfuehrer bereits wartet, um zu den Delphinen aufzubrechen, welche allmorgentlich vor der Kueste Lovinas vorbeiziehen, was natuerlich Unmengen von Touristen allmorgentlich ebenfalls mit dem Boot vor die Kueste zieht. Dennoch ist es ein herrlicher Anblick, wie neben einem waehrend des Sonnenaufgangs Delphine in die Hoehe springen. Koennte den Anblick wahrscheinlich noch besser geniessen, wenn ich vor der Fahrt meine Blase entleert haette (meine drei Bier machen sich bemerkbar). Dann umgehend zurueck ins Hotel und erstmal bis zum Abendessen ins Bett.

Abends dann erneut alleine los. Essen, Fussballgucken (bewundere die Bundeswade beim 2:0 Auswaertssieg des FC Chelsea bei Coventry), dann wieder in die Bar. Hier kann ich meinen Blick nicht von einer wunderschoenen Balinesin Mitte 30 lassen. Und nicht nur wegen des exzellenten Aussehens, sondern vielmehr wegen ihrer Faehigkeit innerhalb von kuerzester Zeit Unmengen von Alkohol zu vernichten. Wir geraten ins Gespraech und trinken den Rest des Abends ziemlich hart zusammen. Sie hat offenbar Stress mit ihrem Mann. Mehrmals am Abend ruft sie diesen an und haelt mir sobald dieser abnimmt sofort das Handy ans Ohr und fordert mich auf ihn auszulachen. Ich spiele mit. Gegen 1 Uhr ist ihr Mann dann offenbar so mit den Nerven fertig, dass er persoenlich vorstellig wird. Er entpuppt sich als taettowierter Australier, der mich irgendwie mit seinem boesen Bodybuilderblick und seiner Glatze ungemein an einen Hooligan aus dem Film „Football Factory“. erinnert. Er stoesst ein paar wuetende Wortfetzen Richtung seiner Frau – die ich zu diesem alkoholisierten Zeitpunkt schon ausschliesslich „Princessa“ nenne – und mir aus, auf dessen Schoss seine Frau mittlerweile Platz genommen hat. Die Barkeeper lassen ihn allerdings nicht an uns ran (merke: ein ordentliches Trinkgeld zu geben ist immer richtig). Aber mir faellt auch auf, dass es wohl nicht den ganzen Abend so ruhig weitergehen kann und beschliesse zu gehen. Als seine Frau mich zum Abschied nochmals herzlich an ihre Brust drueckt und mir die Nacht mit einem dicken Abschiedskuss versuesst, beschleunige ich meinen Abschied und sprinte foermlich bis zum Wagen. Aber ich werde nicht verfolgt. Very nice! Heimfahrt auf der richtigen Strassenseite (so langsam klappt’s)

Am heutigen Morgen dann Aufbruch. Mit Zwischenstopp am Lake Bratan (einem riesigen Vulkansee) und der Kenntisnahme eines Schildes, dass Frauen untersagt waehrend ihrer Periode den dortigen Tempel zu betreten, landen wir wieder in Legian Beach. Kurzerhand die Reiseplaene umgeschmissen und fuer morgen zwei Fluege nach Bangkok gebucht, von wo aus es dann Richtung Phucket weitergehen soll.

Ready to party…

Goodbye my Bali.
Hello my Thailand.

P.S: Irgendwie habe ich einen kompletten Tag in diesem Artikel unterschlagen. Was an diesem Tag passiert ist und wo er eingefuegt werden muesste, ist mir unbegreiflich. Er ist einfach weg.



{März 5, 2009}   28.02.09 bis 05.03.09

Tach zusammen!

Ich werde die kommenden Tage nutzen, um meine bisherigen Urlaubserlebnisse kurz zusammenzufassen

Samstag, 28.02.09, 11.20 Uhr Abflug Frankfurt, 6 Stunden Flug bis Bahrain, Umsteigen, 8 Stunden Flug bis Kuala Lumpur. Einzig erwaehnenswertes: Mein Englisch ist offenbar mittlerweile so schlecht geworden, dass ich im Flugzeug den letzten James Bond – Ein Quantum Trost inhaltlich nicht wirklich verstanden habe. Aber macht nix. Wahrscheinlich hatte er gar keinen Inhalt und mein Englisch ist perfekt. Vielleicht….

In Kuala Lumpur 5 Stunden Aufenthalt und an einer Flughafenbar abgehangen. Super schwuler Kellner, graebt mich die ganze Zeit an (passiert mir mit Kellnerinnen nie!) und glaubt mir nicht, dass Martin mein Bruder und nicht mein Boyfriend ist. Naja, solange er gluecklich mit seiner Annahme ist…

Dann Weiterflug nach Denpassar.  Inklusive Zeitverschiebung 2 Tage in Flugzeugen und auf Flughaefen verbracht. Hier Olivia from Greece kennengelernt und zu dritt weiter mit dem Taxi nach Legian Beach. Eingecheckt (hatten von zu Hause bereits gebucht) und Olivia losgeworden. Der was das zu teuer (diese Hippies). Erster Schritt auf balinesischem Boden ausserhalb des Flugplatzes. Keine 200 Meter gegangen und schon die erste Frau zum Kauf angeboten bekommen. Abgelehnt, dafuer reichlich mit Rauchwaren eingedeckt, von denen wir heute noch zehren.

Am naechsten Tag erster Strandkontakt. Alles voller Klischee-Volcom-Surfern aus Australien. Wellen ziemlich hoch, zum Schwimmen ungeeignet. Probleme mit der Waehrung. Aus europaeischer Sicht unbegreiflich, dass ne Schachtel Kippen umgerechnet 0,62 Euro kostet und auch ein Super-Rumpsteck inklusive 2 grossen Bier (ein grosses Bier hat hier immer 0,625 Liter) unter 10 Euro kostet. Am naechsten Tag Gusto kennengelernt auf einem Kindergeburtstag, auf den wir eingeladen waren (wirklich, der Enkelsohn des Hoteleigentuemers wurde 2 Jahre alt). Gusto hatte fuer ein Jahr in Deutschland in Lueneburg gelebt und hatte praktischerweise auf Bali eine Autovermietung. Also Auto gemietet fuer 9 Euro pro Tag inklusive Versicherung. Abends mit Gusto einen draufmachen gegangen in die Bar. Boese gezecht. Gusto zeigt erste Schwaecheerscheinungen nach zwei grossen Bier und 2 Arak Attack (das ist ein Cocktail mit dem hier heimischen Alkohol Arak). Steigt auf sein Moped und will am naechsten Tag angeblich nichts mehr vom Heimweg gewusst haben (diese Balinesen). Einen Australier getroffen, der ganz genau wie Mick aussah. Ich bezahle fuer drei Personen und bleibe wieder unter 50 Euro. Als Hartz-4-Empfaenger waer man hier wirklich der Prinz. Auch Martin schwaechelt und gesteht mir auf dem Nachhauseweg seine Trunkenheit. Wir schlafen, um am naechsten Tag ins 45-Minuten entfernte Lovina Beach auf der Nordseite aufzubrechen. Die 45 Minuten erweisen sich dann allerdings recht zuegig als 4,5 Stunden dank unzureichender Ausschilderungen. Wir fahren durch die Berge entlang an riesigen Nassreisfeldern und haben einige Male Glueck keinen Hund zu ueberfahren (alternativ: Kind oder Rollerfahrer). Der Linksverkehrs macht mich wahnsinnig. Martin darf daher fahren  (auch gut: Fuehrerschein haben wir schliesslich momentan beide keinen und Gusto meinte, dass die Bullen preiswert zu schmieren waeren). Soweit kam es allerdings bislang nicht.

Gestern dann in Lovina Beach angekommen und uns von einem Zimmer-Frei-Schild anlocken gelassen. Und tatsaechlich alles voller deutscher Rentner, die an einer Bar sitzen (und jeder hat seinen Namen auf dem Ruecken des Barhockers stehen). Contergan-Walter (der Name muss glaub ich nicht weiter erklaert werden) heult rum wegen dem Einsturz des Koelner Stadtarchivs und poebel mich direkt mal an, weil ich Beamter bin. Dafuer hab ich die Genugtuung, dass er eine halbe Stunde spaeter ins Bett getragen werden muss, weil er so prall ist (wir haben 15.00 Uhr am Nachmittag). Okay, abends zieh ich dann mal wieder alleine los (Martin schlaeft hier mindestens 18 Stunden pro Tag – wirklich) und erkunde Lovina Beach (dessen Zentrum doch rund 2 Kilometer von unserer Bleibe entfernt ist). Spaeter Nachhauseweg, kleiner Balinese faehrt mich auf seinem Moped heim (ist Bayern-Fan, der arme fehlgeleitete Mensch, aber gibt mir immerhin Recht, dass Prinz Lukas seine Rueckkehr nach Koeln der richtige Schritt ist) und aergert sich die Graetze, dass ich den Namen vom Hotel vergesessen hab und wir deshalb ewig durch die Gegend fahren.

Heute erstmal bis 15.00 Uhr geschlafen, aufgewacht, Martin gute Nacht gewuenscht und seit 21.00 Uhr hier in Lovina wieder auf Tour. Heute cleverer gewesen und den Mietwagen mitgenommen. Alkohol am Steuer gehoert zum guten Ton glaub ich mal (zumindest wuerde das die Fahrweise der Balinesen recht gut erklaeren). Also werde ich noch bisschen Cocktails trinken gehen und mich dann auch mal auf den Heimweg machen.

Eine gute Nacht my beloved German friends

your acidbugx



et cetera